Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung

Projekt zur Umsetzung der Evaluationsergebnisse der Chancengleichheitspolitik des KIT („Wirksamkeitsanalyse“)

Wie alle technisch-naturwissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland steht auch das KIT vor der Herausforderung, Frauen auf allen wissenschaftlichen Stufen und insbesondere für Führungsfunktionen und Professuren zu gewinnen. Um Ansatzpunkte für die weitere Verbesserung seiner Chancengleichheitsmaßnahmen zu identifizieren, hat das KIT im Jahr 2018 das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) mit der Evaluation seiner Chancengleichheitspolitik beauftragt.

Der Evaluationsprozess wurde vom Präsidium verantwortet und durch das Diversity Management begleitet. Die Evaluatorinnen identifizierten vier Handlungsfelder, um die Wirksamkeit der Chancengleichheitsmaßnahmen zu erhöhen. Diese werden seit 2019 in einem Projekt zur Umsetzung der Evaluationsergebnisse systematisch bearbeitet.

Das Projekt umfasst dabei vier Teilprojekte:

Teilprojekt 1: Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses über Chancengleichheit

(Leitung: Dr. Birgid Langer, Chancengleichheitsbeauftragte für die Wissenschaft)

In einem partizipativen und von einer ausgewiesenen externen Gender-Expertin moderierten Prozess wurde mit verschiedenen Stakeholdern innerhalb des KIT – auch unter der Beteiligung von Präsidiumsmitgliedern – über das Begriffsverständnis von Chancengleichheit reflektiert. Die Ergebnisse des Prozesses wurden in einem Grundsatzpapier festgehalten, das derzeit innerhalb der KIT-Gremien diskutiert wird.

Teilprojekt 2: Reflexion und Entwicklung einer Wertschätzungskultur am KIT - am Beispiel der Chancengleichheit

(Leitung: Dr. Anke Diez, Leiterin der DE Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung)

Auf der Grundlage von am KIT durchgeführten Stakeholder-Interviews wurde eine Kulturanalyse mit dem Fokus auf Wertschätzung für das Thema Chancengleichheit durchgeführt. Die Ergebnisse aus den Interviews fließen in den Strategieentwicklungsprozess im Rahmen des EXU-Vorhabens Gender Equity 1 ein. Das Teilprojekt fokussiert darüber hinaus die Entwicklung von Kommunikationsformaten zur Steigerung der Wertschätzung für das Thema Chancengleichheit.

Teilprojekt 3: Klärung der Governance der Chancengleichheitspolitik

(Leitung: Doreen Seitz, DE Organisationsentwicklung und Prozesse)

Durch die Identifizierung und den Einbezug aller zentralen und dezentralen Chancengleichheitsakteurinnen und -akteure am KIT werden im Rahmen dieses Teilprojekts Rollen und Schnittstellen mit Blick auf entsprechende Aufgaben und Prozesse geklärt und Synergien gestärkt.

Teilprojekt 4: Reflexion und Erhöhung der Genderkompetenz bei KIT-Beschäftigten

(Leitung: Katrin Klink, Leiterin Abteilung Diversity Management, DE Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung)

Auf der Grundlage von Interviews mit mehreren Leitungs- und Führungskräften sowie Chancengleichheitsakteurinnen und -akteuren des KIT wurden Weiterbildungsbedarfe zum Thema Gender und Chancengleichheit identifiziert und unter anderem ein Online-Training zum Ausbau von Genderkompetenz entwickelt. Darüber hinaus wurde in einem Workshop mit dem Präsidium und den Bereichsleitungen ein Prozess zur Förderung der Genderkompetenz am KIT angestoßen.

Das Projekt ist eng mit dem EXU-Vorhaben Gender Equity 1 verknüpft, das die Ermöglichung fachspezifischer Chancengleichheitsansätze sowie eine KIT-weite Auseinandersetzung mit dem und Reflexion über das Thema Chancengleichheit und damit die weitere Förderung der Chancengleichheitskultur am KIT zum Ziel hat. Die folgende Darstellung veranschaulicht das Zusammenspiel der beiden Projekte:

Das Projekt zur Umsetzung der Evaluationsergebnisse der Chancengleichheitspolitik des KIT endet im Sommer 2021. Nach Projektabschluss werden die Ergebnisse aus den Teilprojekten hier eingestellt.