Systemisch und agil moderieren in Wissenschaft und Forschung

Moderation ist weit mehr als das Strukturieren von Besprechungen oder das Begleiten von Workshops. Professionelle Moderation schafft den Rahmen, in dem Vielfalt produktiv genutzt, Beteiligung gefördert und tragfähige Lösungen gemeinsam entwickelt werden können. Die Weiterbildung vermittelt eine systemische Haltung sowie praxiserprobte Methoden, um Moderationsprozesse zielgerichtet, partizipativ und wirksam zu gestalten.

Im Mittelpunkt stehen die Gestaltung psychologischer Sicherheit, die Förderung eines konstruktiven Dialogs sowie der bewusste Einsatz systemischer und agiler Ansätze, um Zusammenarbeit auch in komplexen und interdisziplinären Kontexten zu unterstützen. In 4 Modulen entwickeln die Teilnehmenden ihre Moderationskompetenz. Lerntandems, Transferaufgaben und ein begleitendes Lernjournal ermöglichen den Transfer in den eigenen Arbeitskontext. Optional kann im Nachgang ein Zertifikat erworben und dem Netzwerk Moderation beigetreten werden.

Inhalte der Weiterbildung

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen die systemische Haltung sowie der Aufbau methodischer Kompetenz in der Moderation. Die Teilnehmenden reflektieren ihre Rolle und Verantwortung als Moderatorin oder Moderator und lernen, wie Haltung, Auftrag und Zielsetzung einen Moderationsprozess beeinflussen. Zudem erwerben sie ein vielseitiges Methodenrepertoire für verschiedene Phasen der Moderation, von der Aktivierung und dem Austausch bis hin zur Entscheidungsfindung und dem Abschluss. Durch den Einsatz systemischer Fragetechniken und praktische Übungen entwickeln sie Sicherheit darin, Moderationen zielgerichtet, abwechslungsreich und beteiligungsorientiert zu gestalten.

Die Teilnehmenden

  • entwickeln ein systemisches Verständnis von Moderation und ihrer Rolle im Prozess.
  • reflektieren die eigene Haltung sowie das eigene Selbstverständnis als Moderatorin und Moderator.
  • lernen, Moderationsaufträge zu klären und daraus passende Ziele und Vorgehensweisen abzuleiten.
  • lernen, Methoden für Aktivierung, Austausch, Strukturierung und Entscheidungsfindung gezielt einzusetzen.
  • wenden systemische Fragetechniken zur Öffnung, Vertiefung und Fokussierung von Dialogen an.
  • entwickeln Sicherheit darin, Haltung und Methodenkompetenz miteinander zu verbinden

 

Dieses Modul widmet sich dem professionellen Umgang mit Konflikten, Widerständen und anspruchsvollen Moderationssituationen. Die Teilnehmenden erweitern ihre Interventionskompetenz, stärken ihre Präsenz als Moderatorin oder Moderator und entwickeln Strategien, um auch in komplexen Situationen psychologische Sicherheit, Dialogfähigkeit und lösungsorientierte Zusammenarbeit zu fördern. Eigene Praxisfälle bilden dabei eine wichtige Grundlage für Reflexion und kollegiales Lernen..

Die Teilnehmenden

  • entwickeln ein systemisches Verständnis gruppendynamischer Prozesse.

  • lernen, Rollen, Erwartungen und Interaktionsmuster in Gruppen frühzeitig zu erkennen und einzuordnen.

  • entwickeln Strategien für den professionellen Umgang mit Konflikten, Widerständen und Spannungen.

  • lernen, schwierige Gesprächssituationen konstruktiv und lösungsorientiert zu moderieren.

  • wenden systemische Interventionen in komplexen Moderationsprozessen an.

  • stärken ihre Präsenz, Selbststeuerung und Handlungssicherheit als Moderatorin und Moderator.

 

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen die Planung und Durchführung virtueller Moderationsformate. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, wie virtuelle Meetings strukturiert, Teilnehmende aktiviert und unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung digital gestaltet werden können. Dabei übertragen sie ihre bisher entwickelte Haltung und Methodenkompetenzgezielt auf virtuelle Settings.
Aktivierungsmethoden, digitale Interaktionsformen und eine bewusste Gestaltung von Arbeitsphasen erweitern das Repertoire für virtuelle Moderationssituationen.

Die Teilnehmenden:

  • entwickeln ein Verständnis für die besonderen Anforderungen virtueller Meetings und Moderationsprozesse.

  • lernen, virtuelle Formate mit einer klaren Dramaturgie und geeigneten Arbeitsphasen zu strukturieren.

  • entwickeln Möglichkeiten, Aufmerksamkeit und Beteiligung im virtuellen Raum gezielt zu fördern.

  • lernen, digitale Aktivierungs-, Austausch- und Reflexionsmethoden situationsgerecht einzusetzen.

  • lernen, virtuelle Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse transparent zu gestalten.

  • entwickeln Strategien für den Umgang mit technischen Störungen und geringer Beteiligung.

 

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen die Integration des Gelernten und der Aufbau eines strukturierten Methodenüberblicks. DieTeilnehmenden verbinden systemische Haltung und Methodenkompetenz mit ihrem Wissen über Gruppendynamik sowie den Anforderungen virtueller Moderation. Anhand konkreter Moderationssituationen reflektieren sie, welche Methoden, Interventionen und Prozessdesigns für unterschiedliche Anforderungen geeignet sind.

Die Teilnehmenden

  • reflektieren die zentralen Erkenntnisse und Erfahrungen aus allen Modulen.
  • entwickeln ein integriertes Verständnis von Haltung, Methode, Gruppe und Prozess.
  • reflektieren, welche Methoden für unterschiedliche Gruppen-und Moderationssituationen geeignet sind.
  • entwickeln Sicherheit darin, Methoden, Fragetechniken und Interventionen sinnvoll miteinander zu kombinieren..
  • reflektieren die eigene Entwicklung sowie persönliche Stärken und Entwicklungsfelder in der Moderation.
  • lernen, das erworbene Wissen auf konkrete Moderationsanlässe aus der eigenen Praxis zu übertragen.

Termine

 

Modul 1 24.-25.02.2027 Daniel Kauer (Com Across)
Modul 2 13.-14.04.2027 Fadja Ehlail (Com Across)
Modul 3 18.06.2027 (Online) Daniel Kauer (Com Across)
Modul 4 17.09.2027 Daniel Kauer (Com Across)

Anmeldung und Kosten

Die Weiterbildung umfasst 2 Module à 2 Tagen sowie zwei Module à 1 Tag, eines davon im Online-Format.

Es ist eine Mindestanzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 8 Personen erforderlich.

Programmgebühren: 850,- €. (nur für KIT-Mitarbeiterinnen und KIT-Mitarbeiter belegbar)

Die Programmgebühren werden nach Programmstart per Rechnung erhoben.

zur Anmeldung 

Ansprechpartnerinnen

Maren Wetzel-Vollmer
Maren Wetzel-Vollmer
Angebote für Führungskräfte, Coaching, KIT-Leadership-Feedback

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