Home | english  | AGB | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT
Katrin Klink
Ansprechpartnerin
Katrin Klink, M.A.

Tel.: (0721) 608-48454
Fax: (0721) 608-43970

E-mail: katrin klinkYjf2∂kit edu


Ansprechpartnerin
Anja Christ-Wetzel

Tel.: (0721) 608-43839

E-mail: anja christ-wetzelVrv4∂kit edu

Video zur Genderkompetenz

Gendersensibilisierung am KIT
Internet_Gendersensibilitaet_am_KIT

Gendersensibilisierung am KIT

Leitlinien für eine gendergerechte Bildsprache
Leitlinien für eine gendergerechte Bildsprache

Leitlinien für eine gendergerechte Bildsprache

Gender-Kompetenz durch Gendersensibilisierung

„Geschlechterstereotype beeinflussen […] nicht nur die Wahrnehmung, Beurteilung und Bewertung anderer Menschen, sondern nehmen auch Einfluss auf Form und Verlauf zwischenmenschlicher Interaktionen.“1

sprungmarken_marker_2719

Was heißt Gendersensibilisierung?

Unter Gendersensibilität wird die systematische Wahrnehmung, Reflektion und Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenssituationen und -bedingungen von Frauen und Männern verstanden, mit dem Ziel der Verwirklichung der Chancengleichheit für beide Geschlechter. Gendersensibilisierung meint damit in diesem Sinne alle auf dieses Ziel hinwirkenden Maßnahmen.

Wieso ist Gendersensibilisierung am KIT wichtig?

Der Erfolg des KIT als Wissenschaftseinrichtung hängt zum großen Teil von den Beschäftigten ab, die mit individuellen Hintergründen, Wissen und Erfahrungen die Diskussion, Forschung und Lehre bereichern. Daher wirkt es sich nachteilig auf unsere Arbeit aus, wenn das Potential der Wissenschaftlerinnen aufgrund von Vorurteilen und Stereotypen nicht genutzt wird.

Als Bildungsinstitution und Arbeitgeber ist es daher unabdingbar, veraltete, geschlechtsspezifische Annahmen nicht nur zu reflektieren, sondern zu Benachteiligung und Diskriminierung führende Praktiken zu stoppen. Sowohl für Studierende als auch Beschäftigte sind daher vor dem Hintergrund der Verwirklichung der vielfältigen Potentiale gleiche Chancen für alle (all genders) unabdingbar.

Wie sensibilisieren wir am KIT für Gender?

Das KIT fördert das Verständnis für genderspezifische Unterschiede und die Akzeptanz, Chancen-gleich¬heit als eine Querschnittsaufgabe zu verstehen. Reflexions- und Arbeitsformate, um dieses Ziel zu erreichen, sind Angebote der Personalentwicklung, wie z.B. Coachings, Mentorings oder Weiter¬bildungsreihen, aber auch integrative Veranstaltungen, d.h. die Integration von Genderaspekten in andere Weiterbildungsangebote – insbesondere im Rahmen der koordinierten Forschungs¬programme. Mittels dieser Personalentwicklungsangebote streben wir danach, einen Kompetenzaufbau im Themenfeld Gender zu erreichen. Damit wird die grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung von Chancengleichheit geschaffen.

Maßnahmen zur Entwicklung und Ausbau von Genderkompetenz werden stets für beide Geschlechter angeboten, da

  • Chancengleichheit aller Geschlechter betrifft,
  • dadurch eine höhere Akzeptanz erreicht wird,
  • gemeinsame Kommunikation und Diskussion das Verständnis füreinander fördert,
  • die Möglichkeit gegeben wird, voneinander zu lernen.

Genderkompetenz - was ist damit gemeint?

Genderkompetent zu sein, bedeutet

  • die Fähigkeit zu besitzen, relevante geschlechterbezogene Aspekte zu erkennen und gleichstellungsorientiert zu bearbeiten, d. h. Strategien zur Umsetzung von Gender Mainstreaming zu entwickeln und umzusetzen,
  • gesellschaftliche und sozialisierte Geschlechterrollen und -verhältnisse zu kennen, zu verstehen sowie um die Veränderbarkeit dieser zu wissen,
  • sich mit Kompetenzen und Potentialen auseinanderzusetzen, die im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Sozialisation stehen,
  • Fakten und Zahlen zur Situation von Frauen und Männern sowie der Ansätze der Frauen- und Männerbewegung zu kennen und diese für die Umsetzung gendersensibler und -gerechter Ansätze zu berücksichtigen,
  • eine Sensibilität für Diskriminierungsstrukturen zu entwickeln.

Genderkompetenz ist dabei vielschichtig, da es sowohl eigene, aber auch die organisationale Erfahrung mit dem Thema Gender, das Wissen um genderspezifische Daten und Fakten, Fähigkeiten zum Erkennen und Verändern, eigene oder organisationale Werte als auch den Willen zur Veränderung beinhaltet.

Fähigkeiten und Schlüsselkompetenzen, die es vor diesem Hintergrund zu entwickeln gilt, sind u. a.

  • personale Kompetenzen, wie Verantwortungs- und Lernbereitschaft
  • aktivitäts- und umsetzungsorientierte Kompetenzen
  • fachlich-methodische Kompetenzen
  • sozialkommunikative Kompetenzen

 

_____________________________________

1Eckes, T. (2000): Geschlechterstereotype: Von Rollen, Identitäten und Vorurteilen. In: Eckes, T./ Trautner, H.M. (2010): The Developmental Social Psychology of Gender. Mahwah, NJ: Erlbaum, S.207-241.